Kapellenbauverein begeht 50.-jähriges Jubiläum – Andacht und anschließend Kaffee und Kuchen

Öd. Vor genau 50 Jahren wurde die heutige Kapelle in Öd eingeweiht.

Ein Jubiläum, das der örtliche Kapellenbauverein zum Anlass genommen hat, mit einer Andacht und anschließendem kleinen Gartenfest würdig zu feiern. Pfarrer Alfons Eder begrüßte die vielen Besucher „mit denen man tatsächlich nicht gerechnet habe“. Aus dem Nachbarort Flischbach hatte sich unter anderem eine Pilgergruppe betend zu den Feierlichkeiten und der Andacht aufgemacht. Diese wurde gesanglich und mit Gitarrenbegleitung von Christina und Elisabeth Hauser als Duo „Tramhabat“ umrahmt.

Als Mittelpunkt und Begegnungsort bezeichnete Pfarrer Eder die Kapelle, die an Stelle einer baufälligen Kapelle in der Ortsmitte vor 50 Jahren errichtet worden war. Unabhängig von Religion sei es ein Ort, wo man sich treffe und zusammenkomme, ähnlich dem früheren Milchbankerl.

Im Anschluss an die von vielen schönen Liedern gestaltete Andacht erinnerte der Vorsitzende des Kapellenbauvereins, Andreas Rötzer an die Anfänge mit der alten und später der neuen Kapelle in Öd. Die alte Kapelle aus dem Jahr 1865 gehe geschichtlich auf die Bauerstochter Therese Malterer aus Neunburg vorm Wald zurück. Sie habe ihrem Heimatort Öd 300 Gulden für den Bau der Kapelle vermacht. Nach 100 Jahren war die Kapelle allerdings baufällig. 1973 wurde ein Kapellenbauverein unter dem Vorsitzenden Georg Pregler sen, 2. Vorstand Ludwig Bruckmüller und Kassier Rudolf Rötzer gegründet und mit dem Bau der neuen Kapelle begonnen. Mit unentgeltlichen Leistungen aber auch finanziellen Aufwendungen von 30.000 D-Mark habe man den Bau 1976 vollendet, den ursprünglichen Altar und die Heiligenfiguren restauriert und eingebracht und mit Pfarrer Fersch, einen gebürtigen Steegener, die Kapelle eingeweiht. Gemeinsam wurde weiter an der Kapelle gearbeitet, der Turm eingeblecht und die Sitzbänke gepolstert. Mit Hilfe von Spenden habe man einen Kreuzweg, Kerzen und weitere Heiligenfiguren anschaffen können. Erst vor fünf Jahre wurde eine neue Läuteanlage eingebaut. Nicht unerwähnt ließ Rötzer die Geschichte der Ortschaft Öd, erstmals erwähnt 1312 in einer Schenkungsurkunde des Klosters Schönthal. Bis zur Säkularisation war man der Pfarrei Stamsried angegliedert, danach der Pfarrei Schönthal. Im Volksmund „Drei“ genannt habe die Ortschaft bis dahin zum herzoglichen Amte Wetterfeld gehört.

Allen Gönnern und Unterstützern, sowie den Helfern des Festes dankte der Vorsitzende zum Abschluss. Besonderen Dank richtete er an Kassier Rudolf Rötzer sowie Georg Pregler und Robert Voith, die sich im Besonderen um die Kapelle kümmern und alles in Ordnung halten.

Bürgermeister Stephan Thomas, der mit seiner Familie gekommen war und der die besonders herzliche Einladung hervorhob, zeigte sich beeindruckt von dem Geschaffenen, der Geschichte aber vor allem von der Leistung des Kapellenbauvereins und der Dorfgemeinschaft.

Die Besucher waren eingeladen nach der Andacht bei Kaffee und Kuchen gemütlich zu verweilen.

 

Kategorien: Schönthal

Zur alten Website