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Heilige, die Boten Gottes – Pfarrei begeht Pfarrpatrozinium des Heiligen Michael

Schönthal. Den Gedenktag ihres Kirchenpatrons, den Heiligen Michael, hat die Pfarrgemeinde Schönthal im Festgottesdienst am Sonntag vor dem offiziellen Namenstag am 29. September gefeiert. Erstmals seit der Fastenzeit sang der Schönthaler Kirchenchor unter Leitung von Edith Pongratz, wenn auch auf Grund der Corona-Auflagen in reduzierter Stärke, wieder in der Pfarrkirche und sorgte für einen gelungenen musikalischen Rahmen.

Pfarrer Eder erinnerte im Verlauf des Gottesdienstes an die drei Erzengel Rafael, Gabriel und Michael. Von Michael werde berichtet, dass im Jahr 600 in Rom eine verheerende Pest herrschte und sich der Papst entschloss, eine Bitt- und Bußprozession abzuhalten. Auf dem Weg zur heutigen Engelsburg und dem damaligen Grabmals des heidnischen Kaisers Hadrian sei es zu einer überirdischen Erscheinung des Erzengels Michael auf der Spitze des Mausoleums gekommen. Michael habe sein Schwert in die Scheide gesteckt und damit das Ende der Seuche bewirkt. Dieses himmlische Zeichen führte zur Umbenennung des Denkmals in die heutige Engelsburg und wurde in einem Standbild des Erzengels Michael festgehalten. Von solch einem mittelalterlichen Weltbild habe man sich allerdings längst verabschiedet, wisse man doch, dass Epidemien etwas ganz und gar Irdisches sind mit natürlichen Ursachen. Diese werden heute mit Medizin und Wissenschaft bekämpft und nicht mit Religion und Frömmigkeit, so Pfarrer Eder. Und dennoch hätten Engel auch in der gegenwärtigen Weltanschauung ihren Platz, nämlich als Boten Gottes. Die Psychologie deute „Engel als Seelenkräfte in uns“. Diese wirkten heilend, schützend und segnend als Boten Gottes und nichts anderes bedeute auch das Wort „Engel“.

 

Kategorien: Schönthal

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