Schönthaler Fußwallfahrt nach Neukirchen beim Heiligen Blut

Schönthal. In der Pfarrgemeinde Schönthal wird an Pfingsten eine jahrhundertealte Tradition gepflegt: Bereits seit 363 Jahren pilgern Gläubige zur Erfüllung eines Pestgelübdes nach Neukirchen beim Heiligen Blut.

Zahlreiche Wallfahrer aus der Pfarrei sowie aus umliegenden Gemeinden machten sich am Pfingstsamstag in den frühen Morgenstunden gemeinsam auf den Weg. Am Nachmittag erreichten sie die Klosterkirche „Mariä Geburt“ in Neukirchen beim Heiligen Blut. Dort wurden langjährige Teilnehmer für ihre Treue zur Wallfahrt geehrt: Rita Bösl und Brigitte Klofart für ihre 20. Teilnahme, Marion Schindler für 25 Teilnahmen, Maria Seubert für 30, Jürgen Breu für 35, Zita Heimerl für 40 sowie Sabine Blattmeier für ihre 50. Teilnahme.

Nach dem Pilgersegen, den Pfarrer Alfons Eder um 5 Uhr morgens in der Pfarrkirche St. Michael spendete, begann der rund 40 Kilometer lange Fußmarsch. Viele Wallfahrer traten nach dem Besuch der Frühmesse am folgenden Tag auch den Rückweg wieder zu Fuß an.

Gegen 18 Uhr kündigten die Kirchenglocken die Rückkehr der Pilger an. Gemeinsam mit den Ministranten zog Pfarrer Alfons Eder zusammen mit den Wallfahrern unter den Augen zahlreicher Angehöriger und Gläubiger in die Pfarrkirche ein. Bereits am Ortseingang hatte er die Heimkehrer empfangen.

Am Gedenkstein zur 350. Wallfahrt wurde kurz innegehalten. Maria Seubert sprach Worte des Dankes und der Freude über den gemeinsam zurückgelegten Pilgerweg. In der Pfarrkirche begrüßte Pfarrer Eder schließlich alle Wallfahrer herzlich zurück und dankte für den guten Verlauf der Wallfahrt sowie die gesunde Heimkehr. Besonders hob er dabei die 50. Teilnahme von Pilgerführerin Sabine Blattmeier hervor.

Zum Abschluss lud der Pfarrgemeinderat Schönthal die Wallfahrer zu einer Erfrischung ein. Zudem spendierte Sabine Blattmeier eine kleine Brotzeit im Pfarrgarten.

 

Kategorien: Schönthal

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