Familiengottesdienst in St. Ägidius: Das „Joch“ als Bild für schwere Lasten und neue Leichtigkeit
Der Familiengottesdienst hat auch diesmal wieder viele Kinder mit ihren Eltern in die Pfarrkirche St. Ägidius gelockt. Im Mittelpunkt stand ein ungewöhnlicher Gegenstand: eine gekrümmte Holzstange, das sogenannte Joch. Mit diesem einfachen, aber wirkungsvollen Werkzeug verteilten früher Tiere und Menschen schwere Lasten auf Schultern und Rücken, um weite Wege bewältigen zu können.
Anschaulich erklärte Pfarrer Alfons Eder, wie das Joch half, große Gewichte zu ziehen oder etwa Wasser über lange Strecken heimzutragen. Die Last wurde nicht mehr einseitig getragen, sondern gleichmäßig verteilt – und dadurch erträglicher. Von diesem Bild ausgehend spannte der Gottesdienst den Bogen zu den Belastungen des heutigen Alltags.
Jesus’ Worte „Kommt zu mir, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch Erleichterung verschaffen “ wurden kindgerecht und lebensnah ausgelegt. Für die Jüngsten können solche Lasten Streit in der Schule, Sorgen um Freunde oder ein ungutes Gefühl sein, das man mit sich herumträgt. Erwachsene wiederum kennen die Belastungen rund um Familie, Arbeit oder Gesundheit. Wenn Sorgen drücken, wird der Rücken buchstäblich und im übertragenen Sinn krumm – alles fühlt sich schwer an. Die Botschaft des Gottesdienstes: Wer seine Last ablegen kann, spürt Erleichterung. Jesus möchte diese Erleichterung sein und uns tragen.
Die Kinder hatten sich bereits im Vorfeld gemeinsam mit Johanna Kumschier und dem Familiengottesdienstteam mit dem Thema beschäftigt und Gedanken dazu gesammelt.





